Weltgestell

Weltgestell

Du wirst in diese Welt gestellt,
Mit viel, wenig oder ohne Geld.
Zieht’s dich nach da, gehst du nach dort,
Suchst Sinn an diesem fremden Ort.

Die Wolken wandern, die Schwerter kreisen,
Die Kugeln ziehen ihre Schneisen,
Durch Kinderherzen, Blumen, Schlucht,
Durchdringen dich, mit dumpfer Wucht.

Die Tiegel laufend aufgeheizt,
Die Pressen ständig durchgewalzt,
Zermürben wir die richt’ge Sicht,
Woll’n die rettende Antwort nicht.

Die Katzen kucken, die Hunde bellen,
Weil wir in dieser Welt feststellen,
Am Tode erhalten, was leben sollt.

Schau ich zum Kreuz wird’s offenbar,
Das Licht der Welt, auf Golgatha,
Zerriss die Ketten aus schwarzem Erz,
In Freiheit brüllt mein Löwenherz.

Der Meister spricht zu mir Gesell’:
„Erzähl von diesem Weltgestell!“
vom Blut, dem Licht, der Liebe.


Ein jeder wird in diese Welt gestellt und kann sich seinen Start nicht aussuchen. Irgendwann im Frühjahr 2012 musste ich an den Zustand der Welt und den Menschen darin denken. Dabei hatte ich das Bild eines Gestells in meinem Kopf – ein von Menschenhand erbautes Gerüst, als Bild für alle menschlichen Errungenschaften, Weisheiten, Bestrebungen und Lebenskonzepte und ich empfand eine traurige, öde Stimmung beim Betrachten des Bilds, die sich auch jetzt noch wieder in mir regt, wenn ich das Gedicht lese. Es lässt mich darüber nachdenken, weswegen ich tue, was ich tue und ultimativ: wofür es sich zu leben, aber auch zu sterben lohnt. Ich habe dieses wertvollste Gut für mich gefunden: Jesus Christus.

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